Taschentick und Taschensucht

Taschentick und Taschensucht

Für jede Stimmung die richtige Tasche: Wer an einem Taschentick leidet, misst Taschen besonders viel Bedeutung bei und benötigt entsprechend viele davon.

Unter Frauen sind diese beiden Dinge weit verbreitet: Taschentick und Taschensucht. In diesem Artikel wollen wir erläutern, wie sich Taschentick und Taschensucht äußern, und wie sich diese beiden Eigenarten voneinander unterscheiden.

Svenja, 32 Jahre, hat 30 Handtaschen. Zu viele, meint ihr Ehemann, welcher davon überzeugt ist, dass Svenja an einem Taschentick leidet, und taschensüchtig ist sie sowieso. Tatsächlich brauchen die meisten Frauen nur ein paar wenige Handtaschen: Ein paar unterschiedliche Handtaschen für verschiedene feinere Anlässe (Konzert, Oper, Hochzeit, Feiern), eine Tasche für die Disco oder zum Eisessen, und eine für den Alltag, obwohl die Tasche fürs Büro häufig kaum zu den Handtaschen gezählt werden kann: Für die Arbeit wählen viele Frauen einen praktischen Messenger, welcher Notizblock und Notebook und außerdem eine große Wasserflasche beherbergen kann.

Was ist ein Taschentick?

Taschentick ist eine – manchmal eher liebevolle Bezeichnung für die Eigenart eines Menschen überdurchschnittlich viele Taschen zu haben. Personen, die unter einem Taschentick leiden, kennen sich häufig recht gut mit Handtaschen aus und wollen für jede erdenkliche Situation die richtige Handtasche parat haben. Außerdem legen sie überdurchschnittlich viel Wert auf Handtaschen und interpretieren vieles in einen Handtaschenträger hinein, etwa bestimmte Charaktereigenschaften, politische Tendenzen oder eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Peergroup (wie beispielsweise in diesem Artikel über Herrentaschen gezeigt werden kann).

Was ist Taschensucht?

Bei einer Taschensucht werden überdurchschnittlich viele Taschen gekauft. In extremen Fällen geben die betroffenen Personen die Hälfte ihres Gehalts alleine für Taschen aus. Im Unterschied zum Taschentick, bei welchem der Besitzer der Tasche jeder einzelnen Tasche besonders viel Aussagekraft beimisst, liegt der Hauptaspekt der Bedeutung des Wortes Taschensucht darauf, dass der Betroffene ein besonders stark ausgeprägtes Glücksgefühl verspürt, wenn er eine Tasche erwirbt, und entsprechend häufig Taschen kauft. Wer taschensüchtig ist, ist jedoch nicht stofflich abhängig wie etwa ein Raucher. Finanziell verheerend kann eine Taschensucht sein, wenn jemand ausschließlich die Handtaschen teuerer Marken kauft, und zwar häufig.

Taschensucht und Taschentick

Taschensucht kann kontrolliert werden, indem man sich von Zeit zu Zeit von der einen oder anderen Handtasche trennt.

Wie kann man eine Taschensucht in den Griff bekommen?

Damit sich nicht allzu viele Taschen in der Wohnung anhäufen und der Betroffene dafür mehrere Taschenschränke oder andere zur Aufbewahrung von Taschen geeignete Möbelstücke erstehen muss, empfiehlt es sich die eigene Taschen-Sammlung von Zeit zu Zeit einmal durchzugehen und einige Stücke daraus zu verkaufen. Wenn es sich um eine größere Taschensammlung handelt, kann man schließlich nicht alle Taschen regelmäßig tragen, und den Taschen einfach beim Verstauben zuzusehen wäre schade.

Geeignete Plattformen zum Verkauf gebrauchter Taschen sind beispielsweise eBay oder Mädchenflohmarkt. Auf diese Weise hat der an Taschensucht Leidende wieder mehr Platz in der Wohnung, und außerdem macht sich der Verkauf überflüssiger Taschen auch finanziell bemerkbar. Hinweis für taschensüchtige Personen: Wer sehr regelmäßig Taschen (oder auch andere Produkte) verkauft, muss im Extremfall ein Gewerbe anmelden.

Wie viele Handtaschen haben Frauen im Durchschnitt?

Leider liegen keine aktuellen Zahlen vor, wie viele Taschen Frauen in Deutschland im Durchschnitt haben. Sollten Sie jedoch mehr als 20 Taschen besitzen, dürften Sie damit jedoch eher über dem Durchschnitt liegen. Während die eine Frau dann der Meinung ist sich nun von mindestens einer Handtasche trennen zu müssen, zelebrieren andere Damen ihre immer größer werdende Handtaschensammlung – das sind die Damen mit dem Handtaschentick.

Ist ein Taschentick Besorgnis erregend?

Wir Frauen sind eben Sammlerinnen, und es spricht auch für das individuelle Stilbewusstsein einer Frau, wenn sie der Meinung ist, eine Hand voll Handtaschen sei nicht genug. Schließlich sollte die Handtasche gut zu dem jeweiligen Outfit passen. Von den eher praktisch veranlagten Damen ernten Frauen mit echtem Taschentick jedoch eher ungläubige Blicke, wenn von der umfangreichen Taschensammlung erzählt wird. Nicht wenigen Frauen gelingt es nämlich Handtaschen in klassischen Modellen zu kaufen, die vielseitig kombinierbar und daher zu vielen Outfits die richtige Wahl sind.

Wer das Gefühl hat unter einer behandlungsbedürftigen Taschensucht zu leiden, sollte sich ärztliche oder therapeutische Hilfe holen und versuchen die individuelle Ursache der Taschensucht oder des krankhaften Taschenticks herauszufinden.

Die meisten Frauen jedoch gehen locker mit ihrem Taschentick um oder kokettieren mit ihrer Taschensucht und fühlen sich damit „typisch Frau“. Da taschensüchtige Personen nicht selten bewundernde Blicke für ihre immer wechselnden Handtaschen ernten, ist die Taschensucht häufig nicht einmal mit einem Schamgefühl verbunden.

Ähnliche Eigenarten wie Taschentick und Taschensucht

Nicht selten leiden Personen, die einen Taschentick haben und/oder an einer Taschensucht leiden, ebenfalls an einem Schuhtick oder an einer Schuhsucht. => Infos zum Schuhtick und Schuhfetisch

 

Bild 1: Jörg Blanke / pixelio.de

Bild 2: Tim Reckmann / pixelio.de